Starke Partnerschaft: Wie der Zivilschutz den Alltag im Alterszentrum bereichert!
Im Eingangsbereich wird es bereits angekündigt: Einsatz der Zivilschutzorganisation Aargau Ost vom 16. bis 21. September. Im Alterszentrum Obere Mühle in Villmergen wissen es die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden – die Oliv-orangenen kommen wieder. Einblicke in den Wiederholungskurs der Betreuer.
Gemeinsame Aktivierung im Gruppenturnen
Im dritten Stock des Alterszentrums Obere Mühle ist die Wohngruppe 3 zu Hause. Nada Radovanovic ist die Leiterin der Abteilung. Und diese Woche kann sie auf Unterstützung eines Angehörigen des Zivilschutzes (AdZS) zählen. Insgesamt sind diese Woche fünf AdZS in diesem Alterszentrum im Einsatz. Sie rotieren täglich zwischen den Abteilungen, unterstützen bei verschiedenen Tätigkeiten und kommen so mit vielen Bewohnerinnen und Bewohnern in Kontakt.
„Am Morgen, wenn unsere Mitarbeitenden die Bewohnerinnen und Bewohner beim Aufstehen begleiten, hilft der Angehörige des Zivilschutzes bereits im Hintergrund bei administrativen Tätigkeiten“, so Radovanovic. Das Beschriften der Medikamentendeckel ist ein Beispiel dafür. Um 9 Uhr dann findet der Rapport statt. Anschliessend steht die Interaktion mit den Bewohnerinnen und Bewohnern im Fokus. Die Angehörigen des Zivilschutzes führen Gespräche, spielen zusammen Spiele oder gehen auf einen Spaziergang. „Dies lässt sich auch mit einem Einkauf im Dorf kombinieren“, verrät Radovanovic. Die AdZS helfen, die Einkäufe zurück ins Alterszentrum zu tragen. „Für solche Dinge fehlen unseren Mitarbeitenden oft die Zeit. Da sind wir froh und dankbar, wenn der Zivilschutz uns unterstützt. Den Bewohnerinnen und Bewohnern tut diese Abwechslung zum Alltag sehr gut.“ Von den 15 Personen in der Wohngruppe erhält Nada Radovanovic sehr positive Rückmeldungen. Es wird auch schon gefragt, wann den der Zivilschutz wieder kommt.
Szenenwechsel. Alterszentrum Bärenmatt in Bremgarten. Auch hier sind diese Woche drei Angehörige des Zivilschutzes im Einsatz. Insgesamt sind in acht Institutionen die Betreuer im Einsatz. Claudia Schönenberger, Leiterin Alltagsgestaltung, berichtet über ihre Erfahrungen mit den Betreuern des Zivilschutzes. „Unsere Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich sehr, wenn der Zivilschutz wieder im Haus ist. Es heisst jeweils, die Oliv-orangenen sind wieder da!“.
71 Bewohnerinnen und Bewohner zählt das Alterszentrum in Bremgarten. Sie können sich vorher melden, ob oder was sie mit einem Angehörigen des Zivilschutzes tun möchten. Wie in Villmergen werden auch in Bremgarten Spaziergänge angeboten. Wer mehr Bewegung möchte, kann bei einer Turn-Sequenz mitmachen oder man kann auch seine Gesangskünste beim gemeinsamen Singen vorführen. Auch Gesellschaftsspiele werden gerne durchgeführt. Das Tisch-Kegeln ist jeweils besonders beliebt. Und je nach Zivilschützer, der gerade im Einsatz ist, können auch spontane Tätigkeiten eingeplant werden. „Es gab schon solche, die ein Instrument mitgebracht, oder Zauberstücke vorgeführt haben“, berichtet Schönenberger.
Ein wichtiger Aspekt ist der Austausch der Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums mit den Angehörigen des Zivilschutzes. „Seit Corona ist das Bedürfnis nach Gesprächen gestiegen“, klärt uns Claudia Schönenberger auf. Dabei auf die Unterstützung des Zivilschutzes zählen zu können, sei eine super Sache. „Rund drei Mal im Jahr können wir auf die Unterstützung des Zivilschutzes zählen. Einmal jährlich planen wir einen Ausflug. Dort sind die Angehörigen des Zivilschutzes eine gern gesehene Begleitung wie Unterstützung.“
Auf zum gemeinsamen Spaziergang
Zusätzlich Anlagenkontrolle der Materialwarte
Im Bataillonskommandoposten in Wohlen wird der Wiederholungskurs für die Betreuer zentral koordiniert. Rückmeldungen von den Heimleitungen werden an das Kommando weitergeleitet, das dann die jeweiligen Angehörigen des Zivilschutzes (AdZS) informiert. Neben den Betreuern sind diese Woche auch Materialwarte in einem zweitägigen Wiederholungskurs aktiv. Dabei kümmern sie sich um die Wartung und Instandhaltung von Generatoren und Einsatzgeräten, um die Einsatzbereitschaft des Materials sicherzustellen.